Kremser Humanistische Gesellschaft
Veranstaltungen und Publikationen

Vorträge namhafter Fachleute aus dem In- und Ausland zu einer Vielzahl von Themen, vor allem auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften, richten sich an alle, die kulturell interessiert sind und Ihr Wissen auffrischen oder ergänzen wollen, an Jung und Alt, an alle, die geistige Beschäftigung nicht als Last, sondern als Vergnügen betrachten.

Wir veranstalten Exkursionen und Diskussionen zu Themen, die in das Programm der Gesellschaft passen.

Jedes Jahr werden die Kremser Humanistischen Blätter herausgegeben, in denen Vorträge zum Nachlesen publiziert werden.

 

Aktuell

 

Vortrag

„VERFOLGT UND VERTRIEBEN | Täufer, Hutterer und Habaner in Niederösterreich, Mähren und der Slowakei"

Vortragender

Hofrat Dr. Ernst Petritsch

Inhalt

Von Martin Luther wurden die Täufer wegen ihrer Ablehnung der Kindertaufe heftig kritisiert, von der katholischen Kirche und den Habsburgern wurden sie rigoros verfolgt. In ihrer Bedrängnis fanden die Täufer unter dem Schutz der Familie Liechtenstein in Nikolsburg Zuflucht. Bekehrt und angeführt von Jakob Hutter flüchteten Täufer aus Tirol und Kärnten nach Südmähren, von Krems aus zogen sie nächtens auf den unbewachten Höhenrücken in Richtung Nikolsburg. Jakob Hutter wurde gefangen genommen und 1536 in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Beschützt und gefördert durch protestantische Adelige, lebten die durchaus friedlich gesinnten Täufer auf so genannten Brüderhöfen, wo Frauen und Männer hochbegehrte und konkurrenzlos günstige handwerkliche Produkte herstellten; sie waren innovativ im Weinbau und in der Weinkellerei; ihre Ärzte und Apotheken waren berühmt und wurden von weitgereisten Kunden aufgesucht. 1622 wurden die „Hutterer“ aus Mähren vertrieben, in Oberungarn, der heutigen Slowakei, waren die „Habaner“ genannten Täufer noch einige Zeit geduldet, bis sie über Siebenbürgen, die Ukraine und Russland in die USA auswanderten. Nachstellungen wegen ihrer pazifistischen Einstellung während des Ersten Weltkriegs und wegen des Gebrauchs der „deutschen Sprache“, eigentlich altösterreichischer Dialekte, hatten zur Folge, dass ein Großteil der etwa 45.000 Hutterer weiter nach Kanada und Australien auswanderte. Im niederösterreichischen Weinviertel erinnern heute Gedenkstätten im Museumsdorf Niedersulz und auf der Burgruine Falkenstein, aber auch typische Tiroler Familienamen (z.B. „Waldner“), an die verdrängte „täuferische“ Vergangenheit.“

 

Termin

Montag, 27. März 2017

19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Festsaal des BRG Kremszeile

Rechte Kremszeile 54

3500 Krems an der Donau

Lage

Eintritt

freiwillige Spenden

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

 

 

 

 

 

Kremser Humanistische Gesellschaft, A-3500 Krems an der Donau, Piaristengasse 2, ZVR-Zahl: 251657051

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